Baustellenbesichtigung mit rotem Teppich

Der rote Teppich war buchstäblich ausgerollt und er wurde auch fleißig betreten. Rund drei Dutzend Interessenten nutzten die Gelegenheit, auf der Baustelle des zukünftigen Mehrgenerationenhauses an der Wittenbergstraße/Ecke Virgiliastraße einen Blick in die Zukunft zu werfen. Die AWO und die Anneliese-Brost-Stiftung hatten eingeladen, schon einmal eine fertig ausgestattete Musterwohnung in dem Objekt zu besichtigen. Ein leitender Architekt, Mitarbeiter der AWO Wohnungsverwaltung und ein Vorstandsmitglied der Anneliese-Brost-Stiftung standen den Besuchern auf der Baustelle Rede und Antwort. Um zu zeigen, mit welchem hohem Qualitätsniveau die 26 barrierefreien Wohnungen entstehen, wurde ein Appartement in dem Rohbau schon vorab mit den endgültigen Bodenbbelägen, Fenstern, Elektro- und Sanitärinstallationen ausgestattet. Und um die Besucher stilvoll zu empfangen, waren im Treppenhaus auf dem nackten Beton sogar rote Teppiche ausgelegt.

„Die Wohnung und das Konzept des Mehrgenerationenhauses haben überzeugt. Einige Besucher werden ganz sicher demnächst Mietverträge unterzeichnen“, freuen sich Peter Sager und Petra Peters, die für die AWO, die die Vermietung und Betreuung der Wohnungen zuständig ist, den Tag auf der Baustelle verbrachten.

Im September 2016 feierten dieAnneliese-Brost-Stiftung, der Essener AWO Kreisverband und der Verein für Kinder- und Jugendarbeit (VKJ) auf dem großen Areal in Rüttenscheid die Grundsteinlegung für ein in Essen bisher einmaliges Projekt. In dem „Mehrgenerationenhaus“ sollen ab April/Mai 2018 nicht nur ältere Menschen mit jungen Familien zusammen wohnen, in dem Gebäude wird auch eine dreigruppige Kindertagesstätte für Leben sorgen.

Die Idee zu dem Projekt wurde gemeinsam von der Anneliese-Brost-Stiftung als Bauherrin, vom AWO Kreisverband Essen, der für die Vermietung und Betreuung der Mieter zuständig sein wird, und dem VKJ als Betreiber der Kita „MitEinander“ entwickelt.

26 barrierefreien Wohnungen für Senioren und Familien, davon sind sechs auch „rollstuhlgerecht“ angelegt, werden von der AWO vermietet. Die Größen liegen zwischen 50 und 150 Quadratmetern, alle verfügen über Terrassen, Loggien oder Balkone.

Die zukünftigen Bewohner des Mehrgenerationenhauses erhalten die Möglichkeit, sich in den wochentäglich angebotenen Mittagstisch der Kindertagesstätte einzubuchen. Die soziale Betreuung wird durch die AWO Essen sichergestellt. AWO-Geschäftsführer Oliver Kern erläutert das Konzept: „Innerhalb der ersten sechs Wochen nach Einzug findet ein Erstbesuch jedes Mieters statt. Wir bieten vielfältige Unterstützungsangebote wie die Reinigung der Mietwohnung, die Organisation von Einkäufen oder die Durchführung von Urlaubsvertretungen bei Reisen an. Außerdem werden wir die Mietwohnungen verwalten und organisieren für den Eigentümer die Hausmeisterdienste der Immobilie.“ Mieter, die pflegebedürftig werden, können sich ebenfalls an die AWO Essen wenden. Entweder sorgt der AWO-Pflegedienst selbst oder ein anderes fachkundiges Unternehmen für die Dienstleistung. Darüber hinaus habe sich die AWO Essen verpflichtet, 24 Gemeinschaftsveranstaltungen wie gesellige Nachmittage, gemeinsames Frühstück sowie kulturelle oder bildende Angebote pro Jahr durchzuführen.

Interessenten, die offen für neue Ideen sind und sich vorstellen können, in diesem einmaligen Projekt zu leben, können sich an die AWO-Wohnungsverwaltung, Tel. 1897 231 oder per Mail an petra.peters@awo-essen.de wenden.

 

04. Dezember 2017