BAA-Schülerinnen und -Schüler drehen Film über Altenpflege

Pflegeberufe beherrschen zur Zeit die politische Diskussion. Dem Wahlkampf ist es zu verdanken, dass sich auch Menschen für die Arbeitsbedingungen in der Altenpflege interessieren, die selbst nicht unmittelbar betroffen sind. Noch zu Beginn des Jahres, fanden Altenpflegerinnen und Altenpfleger in der Öffentlichkeit kaum Gehör. Die Probleme, aber auch die menschlich berührenden Seiten des Berufs, den die meisten aus Berufung ergreifen, sorgten meist nur in Fachkreisen für Gesprächsstoff.
Anderen Menschen das berufliche Umfeld der Altenpflege näher zu bringen und Interesse für diesen Bereich zu wecken, das war die Triebfeder von angehenden Altenpflegerinnen und –Pflegern, ein ungewöhnliches Projekt zu starten. „Wir drehen einen Film!“
Geboren wurde diese Idee am Bildungsinstitut Altenpflege (BAA) des Essener Kreisverbandes der AWO.
Eigentlich sollten es nur einige Szenen sein, die beim Fest zum 25-jährigen Bestehen der Schule im Mai für Unterhaltung sorgen sollten. Jetzt, unzählige freiwillige Arbeitsstunden später, ist daraus ein fünfminütiger Dokumentarfilm geworden, der durchaus professionellen Ansprüchen genügen kann.
Welch eine Mühe und Anstrengung hinter fünf Minuten Film kosten, das haben Sara Gutzeit, Nazdar Hussain, Tina Patett, David Windisch, Sebastian Felix, Manuel Marenbach  und Jennifer Wieling mehr als eine Geschichte erzählen. Trotz der hohen Anforderungen, die den Schülerinnen und Schülern im BAA abverlangt werden, ließen sich die Sieben, unterstützt von Schulleiter Gereon Unnebrink auf das Film-Abenteuer ein. Kurz gefasst musste das Team die Probleme jedes Filmemachers lösen, Ein Drehbuch wurde geschrieben, Drehorte wurden recherchiert, Interview-Partner mussten gesucht und gefunden werden, Termine wurden koordiniert, und schließlich wurden immer wieder die Zwischenergebnisse diskutiert. Als das Film-Rohmaterial endlich den Segen der Filmcrew gefunden hatte, musste als nächste Hürde der Schnitt organisiert werden. Ein erster Versuch in einem Essener Studio geriet alles andere als befriedigend. Erst beim „Medienprojekt Wuppertal“ gab es professionelle Hilfe und die BAA-Filmcrew lernte, dass die richtige Montage der Szenen und dezent eingesetzte Musik über Erfolg und Misserfolg der ganzen Arbeit entscheiden können.
Nun, später als ursprünglich geplant, liegt das Ergebnis vor, das wesentlich besser ausgefallen ist, als alle Beteiligten nach vielen Höhen und Tiefen erwartet haben.
Seit heute ist die Dokumentation über „Altenpflege heute“ auf der Facebook-Seite der AWO Essen zu sehen. Vielleicht tragen die BAA-Schülerinnen und Schüler mit dazu bei, dass  ihr zukünftiger Beruf weiter im Gespräch bleibt.

20. September 2017