AWO und SPD informieren gemeinsam über Pflegegesetze

Dirk Heidenblut, Klaus Johannknecht und Oliver KernUm die Auswirkungen von gleich vier Gesetzen ging es jetzt bei einem Bürgerforum im Julius-Leber-Haus, zu dem der SPD-Ortsverein Kray und die Arbeiterwohlfahrt Essen gemeinsam eingeladen hatten. Im Mittelpunkt der gut besuchten Veranstaltung im Bürgerhaus der AWO standen die drei Pflegestärkungsgesetzte, deren letzte Stufe zu Beginn dieses Jahres in Kraft trat und das Bundesteilhabegesetz. Über die Entstehungsgeschichte der Gesetzespakete, die zum Ziel haben, auch mit gesundheitlichen Einschränkungen ein würdiges Leben führen zu können, informierte quasi aus der Sicht des Gesetzgebers der Gesundheitspolitiker und Essener SPD-Bundestagsabgeordnete Dirk Heidenblut.
Aus der Sicht der Praktiker, die mit den Auswirkungen der jeweils neuen Regelungen im Pflegebereich umgehen müssen, berichtete Oliver Kern, Geschäftsführer der Essener AWO. Einen Gesamtüberblick gab in seiner Einführung Klaus Johannknecht, Vorsitzender des Essener Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt.
Während Heidenblut die Vorzüge des neuesten Pflegestärkungsgesetzes herausstellte, das mit fünf Pflegegraden statt drei Pflegestufen wesentlich differenzierter auf die Bedürfnisse der Betroffenen eingehe, mahnte Oliver Kern an, dass auch die Position der in der Pflege tätigen Mitarbeiter gestärkt werden müsse. Es sei unbedingt ein günstigerer Personalschlüssel anzustreben. Positiv vermerkten beide Experten, dass demenzielle Erkrankungen jetzt auch von den Pflegegesetzen berücksichtigt werden.

21. Februar 2017