AWO Fanprojekt zeigt Flüchtlingen heimische Fußballkultur

Gerade bei Jungen hat Fußball einen hohen Stellenwert und ist oft ein wichtiges Gesprächsthema. Vereinsnamen und Fußballstars sind häufig die bekanntesten Begriffe in einem fremden Land. Das erfuhren jetzt wieder einmal die  Mitarbeiter des AWO Fanprojektes Essen, als sie mit 13 jugendlichen Flüchtlingen, die unbegleitet in Deutschland Schutz suchen, einen Fußball-Ausflug unternahmen. Mit den Kollegen der Clearingstelle „Newland“, fuhren die Essener AWO-Fanbetreuer nach Dortmund, um den Flüchtlingen das deutsche Fußball-Museum zu zeigen. Damit traf man den Nerv der Jungen, denn alle waren sehr interessiert an den einzelnen Stationen der deutschen Fußball-Geschichte. Zum Abschluss gab es sogar die Möglichkeit, selbst die Siegerehrung der WM 2014 nachzustellen und dem WM-Pokal einmal ganz nahe zu sein. Nach der Stadionführung im „Stadion Essen“ vor einigen Wochen war es die zweite Aktion des AWO-Fanprojektes mit der Clearingstelle „Newland“.

„Newland“ ist  eine gemeinsames Projekt des Diakoniewerks Essen und des Sozialdienstes Katholischer Frauen (SKF), das auf dem Gelände des Kolping-Berufsbildungswerks am Zenthof  unbegleitete minderjährige Flüchtlinge betreut. Diese jungen Menschen benötigen besonderen Schutz und Hilfe bei der Orientierung in der neuen Lebenswelt. Oft haben die verstörenden Erlebnisse auf der Flucht und in den von kriegerischen Auseinandersetzungen geprägten Heimatstaaten Traumatisierungen ausgelöst und die jungen Menschen physisch und psychisch destabilisiert.

Die Clearingstelle „Newland" will diesen Jugendlichen darum einen Raum geben, an dem sie zunächst einmal zur Ruhe kommen können und professionell begleitet lernen dürfen, sich Schritt für Schritt auf den neuen Kulturkreis einzulassen, ohne gänzlich die Verbindung zu ihrer Herkunftsgesellschaft zu verlieren. Dabei hilft auch unter anderem das AWO-Fanprojekt Essen mit seinen gemeinsamen Aktionen.

27. September 2017