AWO Bergerhausen feiert 30 Jahre „Montagsclub der freitags tagt“

Es ist schon ein ungewöhnlicher AWO-Club, der jetzt in Bergerhausen sein 30-jähriges Bestehen feierte. Die Gemeinschaft im AWO-Ortsverein nennt sich „Montagsclub der  freitags tagt“. Er entstand buchstäblich aus einer Bierlaune heraus und ist mit seinen heute rund 60 Mitgliedern ungewöhnlich beständig. Bei der Jubiläumsfeier im AWO-Haus an der Weserstraße erinnert sich Margrit Nocht, die von Anfang an den Club leitet, an die Gründungsgeschichte: „Bei einer privaten Geburtstagsfeier, an der auch AWO Urgestein Lieselotte Salamon teilnahm, entstand in einer Bierlaune die Idee, in die AWO einzutreten und dort einen eigenen Club aufzumachen.“ Aus der Idee wurde schon kurz danach der „Club der jungen Alten“. Die etwa 30 Gründungsmitglieder waren damals alle um die 50 Jahre alt, fühlten sich aber noch sehr jung und aktiv. Und eben diese Aktivität und Ausdauer sorgten kurze Zeit später auch für den Namen. den der Club noch heute offiziell trägt.
Der heutige Bergerhausener AWO Ortsvereinsvorsitzende Erni Broscik war oft dabei, wenn die „jungen Alten“ beim montäglichen Clubabend lange, oft sehr lange zusammensaßen: „Da fast alle damals noch arbeiten mussten, fiel das dann dienstags oft sehr schwer. Da verlegte man den Clubabend kurzerhand vor das Wochenende auf den Freitag und der neue Name ,Montagsclub der freitags tagt‘ war geboren.“
Die jungen Alten sind inzwischen um 30 Jahre älter geworden, was aber die Aktivitäten der rüstigen Damen und Herren kaum einschränkt. Auch der Älteste fühlt sich mit seinen 97 Jahren noch ziemlich fit. Auf dem Programm stehen nicht nur gemütliche Abende mit viel Gesang auch Diskussionen mit Politkern, Themen-Treffen und Ausflüge gehören zum Clubleben. Monatlich wird mit einer Bustour in die nähere Umgebung, die den Geldbeutel nicht stark strapaziert, der Horizont erweitert. Einmal im Jahr organisieren Margrit Nocht und ihre Mitstreiter eine gemeinsame einwöchige Reise. Im letzten Jahr ging es an die Mosel.
 

26. Januar 2018