Arm und Reich

„Arm und Reich“ ist der Titel einer öffentlichen Konferenz, zu der der Essener AWO-Kreisverband am Freitag, 25. August, ab 15 Uhr in das Friedrich-Ebert-Zentrum der AWO an der Schonnefeldstraße 86 einlädt. Bei der Veranstaltung geht es um nicht weniger als die Frage, wie soziale Gerechtigkeit erreicht werden kann.

Wege, wie man Armut und soziale Ausgrenzungen bekämpfen kann, will unter anderem Wolfgang Stadler, Vorsitzender des Vorstandes des AWO-Bundesverbandes, aufzeigen. Zu der Veranstaltung, die gegen 18 Uhr mit einem kleinen Imbiss enden soll, ist jeder herzlich eingeladen.

„Die AWO darf nicht nur ein Reparaturbetrieb für soziale Probleme sein – wir wollen die Gesellschaft ändern. Es muss gerecht zugehen, von Gewinnen darf nicht nur die Wirtschaft profitieren. Wir haben ein Problem -  und das ist das ungerechte Verhältnis zwischen Arm und Reich.“ Für Klaus Johannknecht, Kreisvorsitzender der Essener Arbeiterwohlfahrt, muss ein Sozialverband klar Stellung beziehen und deutlich machen, wo die Fehler liegen und welche Lösungen auf den Weg sozialer Gerechtigkeit führen.

Als größter AWO-Kreisverband Deutschlands sammeln die 6500 Mitglieder täglich Erfahrungen mit den Auswirkungen sozialer Ungerechtigkeit. In unserem immer als reich beschriebenen Land scheint man es offensichtlich als naturgegeben hinzunehmen, dass Generationen von Menschen in Armut und an der Schwelle zur Armut leben. Die Einnahmen der Steuer- und Sozialkassen steigen kontinuierlich, die Wirtschaftsunternehmen prosperieren, der DAX erklimmt Allzeithoch nach Allzeithoch – und die Gesellschaft tut nichts Entscheidendes für die Menschen, denen der finanzielle Absturz droht.

Mit diesen Themen werden sich bei der Veranstaltung auch die SPD-Bundestagskandidaten Dirk Heidenblut, Arno Klare und Professor Gereon Wolters in ihrer politischen Einschätzung auseinandersetzen.

Im Laufe der Konferenz besteht auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen und an der Diskussion teilzunehmen. Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Oliver Kern, Geschäftsführer der AWO Essen.

Für Klaus Johannknecht steht schon jetzt fest: „Diese Veranstaltung muss Folgen haben. Wir müssen uns mit allen Mitteln dafür einsetzen, die Kluft zwischen Arm und Reich zu verkleinern. So, wie in den letzten Jahren darf es nicht weitergehen!“

15. August 2017