Acht-Millionen-Bau am Kurt-Schumacher-Zentrum voll im Plan

„Wir sollten Flughäfen bauen, dann klappte das auch richtig!“ Mit diesem Kommentar fasste der Vorstand eines AWO-Ortsvereins seine Eindrücke zusammen, nachdem er sich vor Ort am Erweiterungsbau des Kurt-Schumacher-Zentrums über die derzeit größte Baumaßnahme der Essener AWO informiert hatte. Trotz unerwarteter Hindernisse im ersten Abschnitt liegt die Baustelle voll im Plan – sowohl zeitlich, als auch finanziell. Das berichteten jetzt Einrichtungsleiter Klaus-Peter Real, AWO Geschäftsführer Oliver Kern und der Kreisvorsitzende Klaus Johannknecht. Die Vorsitzenden der Essener AWO Ortsvereine waren eingeladen, den Fortschritt des 8-Millionen-Euro-Projektes selbst in Augenschein zu nehmen. Das Seniorenzentrum in Überruhr wird mit einer aufwändigen Baumaßnahme fit für die Zukunft gemacht. Der Anbau schafft einerseits Platz, um die im nächsten Jahr vom Landesgesetzgeber geforderte 80-Prozent-Einzelzimmerquote zu erfüllen, andererseits besteht so die Chance den 1984 eingeweihten bisherigen Gebäudetrakt technisch und wohnlich auf die Höhe der Zeit zu bringen.

In dem Neubau sind derzeit nur noch kleinere Restarbeiten zu erledigen. Die ersten neuen Möbel wurden schon angeliefert. In den nächsten Tagen erfolgen die Bauabnahmen durch Feuerwehr und Bauverwaltung. Im neuen Jahr wird es dann viel Bewegung am Rüpingsweg geben, denn während im bestehenden Gebäudeteil  umgebaut wird, ziehen die Bewohner in den Neubau-Trakt. Diese Lösung erlaubt es, das ältere Gebäude technisch und wohnlich auf das Niveau des Neubaus zu bringen. Dazu werden unter anderem Bäder saniert und die Zuschnitte vieler Wohneinheiten neu gestaltet.

Die rund 180 Bewohner des Hauses in Überruhr verfolgen die Bauarbeiten mit großem Interesse. Sie haben einige kleinere Einschränkungen gern in Kauf genommen, wird doch in wenigen Monaten ihr Heim in neuem Glanz erstrahlen. Schon jetzt zeichnet sich das Kurt-Schumacher-Zentrum durch seinen individuellen Service und seine schöne Lage mit Blick auf die Ruhr aus. Mit der Renovierung und dem Anbau kommt auch noch eine gesteigerte Wohnqualität hinzu.

„Bei aller Freude über die gelungene Baumaßnahme darf man nicht vergessen, dass bei der finanziellen Ausstattung der Altenpflege erhebliche Lücken bestehen. Weder werden solche Baumaßnahmen von Kassen oder der öffentlichen Hand ausreichend unterstützt, noch erlauben die Pflegesätze einen realistischen Personalschlüssel in der Pflege“, mahnten Oliver Kern und Klaus Johannknecht längst überfällige Verbesserungen für diesen Bereich an: „Es geht hier schließlich um die Würde älterer Menschen!“

27. November 2017