40 Jahre AWO Seniorenclub in Bochold unter einer Leitung

Sie wissen schon zu feiern, die Damen und Herren vom AWO Seniorenclub in Bochold. Wenn Clubleiterin Helga Rabe die Gäste begrüßt hat und Alleinunterhalter Thomas Bergmann den berühmten Riemen auf die Orgel geworfen hat, kommt richtig Schwung in den Saal der Seniorenbegegnungsstätte im Wilhelm-Heine-Haus am Butzweg 5. Jetzt hatte die fröhliche Gemeinschaft  einen besonderen Anlass zum Feiern, galt es doch das 40-jährige Bestehen des Clubs zünftig zu begehen. Obwohl sie sich sonst gern bescheiden im Hintergrund hält, stand diesmal Helga Rabe, die seit dem ersten Tag den Club organisiert und leitet, im Mittelpunkt,.

Wie  so  häufig  fing  alles  eher  zufällig  an  und  war  eigentlich  nur für  eine  Übergangszeit  geplant.  Diese  Übergangszeit  beträgt  nun  schon 40  Jahre. Am 29.  Oktober 1977 besuchte der damalige AWO Geschäftsführer Horst Radtke die neuen Räume der Senioren-Begegnungsstätte und überredete die zufällig anwesende Helga  Rabe, „übergangsweise“ für drei bis vier Wochen den neu zu gründenden Seniorenclub zu leiten. Dabei bewahrheitete sich wieder einmal, dass nicht beständiger ist als eine Übergangslösung.    Aus  diesen  3 bis 4  Wochen  sind  nun  40  Jahre  geworden  in  denen  Helga  Rabe  ehrenamtlich mit  Ihren  Helferinnen  und  Helfern  die  Geschicke  des  Clubs  leitet. Mit an ihrer Seite war von Anfang an auch Ehemann Friedhelm Rabe. Da lange Treue offenbar zu diesem Seniorenclub gehört, ist auch der Alleinunterhalter Thomas Bergmann seit vier Jahrzehnten für den musikalischen Teil der Feste zuständig. Da fehlte er natürlich auch beim Jubiläum nicht und verwandelte manchen Tischhocker zum flotten Tänzer. Helga Rabe erinnert sich noch genau daran, dass der junge Thomas Bergmann zu Beginn seiner Unterhalter-Karriere in Bochold noch Schüler war und nach den Auftritten immer nach Hause gefahren werden musste.

In die Fröhlichkeit des Festes am Butzweg mischte sich ein wenig Melancholie. Nach 40 äußerst aktiven Jahren denkt Helga Rabe, die unter anderem auch noch 18 Jahre Vorsitzende des AWO Ortsvereins war, daran, sich aus der ehrenamtlichen Arbeit zurückzuziehen.

So hofft der Seniorenclub nun, dass sich in absehbarer Zeit Menschen finden, die bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren und auch im Laufe der Zeit Verantwortung zu übernehmen. „Man muss ein wenig Zeit, Tatkraft und Liebe zu Menschen mitbringen, dann kann man schon viel bewirken“, beschreibt Helga Rabe die Voraussetzungen: „Schade wäre es, wenn der Seniorenclub, der so vielen Menschen Freude bereitet, keine Zukunft hätte.“

Wer Interesse hat, sich ehrenamtlich sinnvoll zu engagieren, kann sich bei Helga und Friedhelm Rabe unter  Tel. 688810 unverbindlich  melden.

17. November 2017